Filmtheater

"HokusPokus"

 

Handlung: Die junge Witwe Agda Kjerulf, steht wegen Mordes an Ihrem Gatten, einem nur mäßig erfolgreichen Kunstmaler, vor Gericht. Alle Indizien sprechen gegen die attraktive junge Frau. Sie verstrickt sich zunehmend in Widersprüche, bis der raffinierte Anwalt Peer Bille deren Verteidigung übernimmt. Plötzlich erfährt der Schauprozess einen völlig anderen Verlauf, skurrile Zeugen tauchen auf, der Verteidiger entpuppt sich als begabter Gaukler, die Bilder des Ermordeten finden auf einmal reißenden Absatz und ein altes Geheimnis wird gelüftet. In dem beliebten Klassiker der deutschen Situationskomödie von Curt Goetz ist nur eins sicher „Nichts ist wie es scheint!“ - ein turbulenter und unterhaltsamer Theaterabend.

 


Besetzung:

Butler/ Zeuge Sedal/ Zeuge Onano/ Frau Engstrand: Joeri Burger
Gerichtspräsident Arden: Dirk Volpers
Agda Kjerulf: Kirsten A. Lange
Peer Bille: Lars Lienen
Staatsanwalt Wulkins/ Arthur Graham: Markus Veith
Regie: Saskia Leder

 

"Neue Fälle für Sherlock Holmes"

Handlung: Im viktorianischen England bahnt sich eine Krise an, die ganz Europa ins Verderben stürzen könnte. Nur einer kann die Katastrophe noch verhindern ... Ein neuer, kniffliger Fall für den Meisterdetektiv - Sherlock Holmes!
Das Publikum wird in die Straßen Londons des späten 19. Jahrhunderts entführt und darf Holmes bei seinen gewohnt brillanten Ermittlungen begleiten. Ihm zur Seite steht natürlich der besonnene und gutmütige Dr. Watson.
Der neue Fall beginnt mit dem Auftauchen eines geheimnisvollen Maskierten, der plötzlich in der Baker Street erscheint und Holmes beauftragt die schöne, unnahbare Abenteurerin Irene Adler zu beschatten. Sofort kehrt wieder Leben in den zuvor höchst depressiven Meisterdetektiv, denn dieser braucht stetig "neue Nahrung" für sein "außergewöhnliches Meisterdenker-Hirn".
Als dann auch noch Inspektor Lestrage um Mithilfe bei einem weiteren Mordfall bittet, läuft Holmes zur Hochform auf. Zum Leidwesen von Dr. Watson, der sich viel lieber um die anstehende Hochzeit mit seiner Mary kümmern möchte. Doch wenn Sherlock Holmes einmal eine Fährte aufgenommen hat, ist er nicht mehr zu bremsen. Selbst nicht, als er durch Irene beinahe den Kopf und seinen berühmten Spürsinn verliert. Lassen Sie sich mit Charme und Witz in die spannende und geheimnisvolle Welt des berühmtesten Detektives aller Zeiten entführen.

 


Besetzung:

Sherlock Holmes: Lars Lienen
Dr. Watson: Markus Veith
Irene Adler / Mrs. Hudson: Saskia Leder
Mary Morstan: Kirsten A. Lange
Graf v. Kramm / Geoffrey Norton / Mr. Turner / Kutscher: Dirk Volpers
Inspektor Lestrade: Jouri Burger

Regie: Kerstin Krug / Saskia Leder

 

 

 


"Drei Männer im Schnee"

 

Theaterstück von Erich Kästner nach gleichnamigem Buch und Film

 

 

Handlung:

Der exzentrische und gutmütige Millionär Tobler will die Menschen studieren. Er beteiligt sich unter dem Namen Schulze an einem Preisausschreiben seiner eigenen Firma - den weltbekannten Tobler-Werken - und gewinnt den zweiten Preis: Einen zehntägigen Aufenthalt im Grandhotel zu Bruckbeuren in den Alpen. Er tritt die Reise an, um zu erleben, wie die Menschen dort auf einen armen Schlucker reagieren .Toblers besorgte junge Tochter Hildegard bereitet das Hotel noch vor seiner Abfahrt heimlich auf den Besuch des verkleideten Millionärs vor. Fälschlicherweise wird jedoch Dr. Fritz Hagedorn, ein arbeitsloser Werbefachmann, der in dem Preisausschreiben den ersten Preis gewonnen hat, für den reichen Mann gehalten und entsprechend verwöhnt. Tobler hingegen wird in eine kleine Dachkammer ohne Heizung gesteckt, vom Personal schikaniert und zu Gelegenheitsarbeiten herangezogen. Schon am ersten Tag schließt er Freundschaft mit Hagedorn, obwohl das entsetzte Personal jegliches Gespräch zwischen den beiden zu verhindern sucht. Eine turbulente Verwechslungskomödie mit einem Schuss Romantik nimmt ihren Lauf.....!

 

Besetzung:

Geheimrat Tobler: Markus Veith

Hilde, seine Tochter: Marylin Pardo

Johann, Toblers Diener: Joeri Burger

Frau Kunkel, Hausdame bei Toblers: Saskia Leder

Hagedorn: Sebastian Coors

Portier Polter: Dirk Volpert

Frau Casparius: Kirsten A. Lange

Regie: M. Veith/K.Lange

 

Editoriales: Kästner, der bereits in den frühen 30er Jahren bei den Nationalsozialisten in Ungnade fiel, brachte den Stoff von „Drei Männer im Schnee“ 1934 heraus. Damals noch unter dem Titel „Das lebenslängliche Kind", geschrieben von Robert Neuner. Neuner war natürlich Kästners Pseudonym. Die Uraufführung, welche am 7. September 1934 in Bremen statt fand, war ein großer Erfolg. Der Stoff wurde mehrmals international verfilmt, am bekanntesten ist wohl die 1955 Version aus Österreich, welche Paul Dahlke in der Hauptrolle zeigt.


 

 

PRESSE:

 

Saarbrücker Zeitung – September 2013

Eine originelle Idee macht den Auftakt der neuen Theatersaison im Saalbau: Das Essener FT bringt „Drei Männer im Schnee" auf die Bühne – und zwar in Schwarz-weiß. Höchstens Grau ist als Zwischenton zu sehen, selbst die Gesichter der Akteure sind weiß-grau geschminkt. (…)

Schwungvoll bringen M. Veith und Kirsten Lange den Komödienstoff auf die Bühne, schrecken auch vor Klamauk-Elementen und einer guten Prise Slapstick nicht zurück. Vor allem die Nebenfiguren werden kräftig überzeichnet. Allen voran sei dabei Joeri Burger als Diener Johann erwähnt, für den allein sich der Theaterbesuch schon gelohnt hat. Köstlich auch der blasierte und äußerst geschäftstüchtige Portier Polter (Dirk Volpert), der so offensichtlich mit seiner Klingel auf Kriegsfuß steht. Kirsten Lange ist als Frau Casparius eine femme fatale wie aus dem Bilderbuch und Saskia Leder gewinnt der Hausdame Kunkel ganz neue Dimensionen ab. Sebastian Coors spielt den Dr. Hagedorn frisch und antürlich, ebenso wie Marylin Pardo die Millionärstochter Hilde. Womit wir zu der letzten Hauptrolle kommen, dem schrulligen Millionär, der die lustige Verwechslungsgeschichte erst ins Rollen bringt. Erste Irritation: Auf der Bühne heißt er Tobler und nicht Schlüter wie im Film. Eine absichtliche Distanzierung von der Hauptfigur, die der Vollblutkomödiant Paul Dahlke verkörperte? M. Veith, der Bühnen-Tobler, hat es in seiner Rolle mit am schwersten. Doch er löst die Aufgabe geschickt, indem er gar nicht erst versucht, gegen Dahlke anzuspielen. Sein oller Millionär poltert nicht durch die Geschichte, sondern ist eine zurückhaltendere aber nicht weniger überzeugende Version der Figur.

Das Publikum war von diesem unterhaltsamen Komödienabend in Schwarz-weiß jedenfalls begeistert.

 

Rheinpfalz – September 2013

Dolby-Sound und 3D, die Technik des Kinos wird immer ausgefeilter. Da erstaunt es schon, dass man sich beim Essener FT auf ganz andere Traditionen besinnt. Wie einen Schwarz-Weiß-Film inszenierte die Truppe „Drei Männer im Schnee". (...) Ganz im Sinne des Filmerfolgs verzichtete man auf Farbe. Bei Kostümen und Bühnenbild beschränkte man sich auf Schattierungen. Dieser optische Effekt ist eine Spezialität des FT. Ungewohnt, und dennoch von einer gewissen Ästhetik. Locker und humorvoll agierte das Ensemble in der farblich zurückhaltenden Umgebung. (…)

Eher dezent und zurückhaltend spielte das siebenköpfige Ensemble die turbulente Verwechslungskomödie. So wurden die Figuren nie überzeichnet, sondern agierten mit natürlicher Ausstrahlung. M. Veith, der zugleich Regie führte, spielte ruhig, souverän und mit hintergründigem Humor den gesegneten Magnaten, der auch als angeblich armer Mann nie seine Würde verlor. Als seinen Gegenspieler erlebte man Dirl Volpert als standesbewussten Portier, der seinen Frust über das freudlose Leben mittels Unhöflichkeit und Borniertheit Ausdruck verlieh. Witzig war Kirsten A. Lange als kokette Frau Casparius, deren einziger Lebensinhalt die Heirat mit einem wohlhabenden Mann war. Symphatisch in seiner Hilflosigkeit war Sebastian Coors als Dr. Hagedorn, der als Gewinner des Preisausschreibens bescheiden blieb. Und dann war da noch Diener Johann, in dessen Rolle Joeri Burger ein gehöriges Maß an Verzweiflung legte.

Es ist mit Mitteln des Films wesentlich leichter, Tempo und Abwechslung in eine eher handlungsarme Geschichte zu bringen, als es auf der Bühne der Fall ist. Dennoch hat sich der Besuch in Homburg gelohnt. Denn mehr als zwei Stunden lang durfte das Publikum in nostalgischen Gefühlen baden. Wer allerdings erwartet hatte, dass sich nur die ältere Generation für die „Drei Männer im Schnee" interessieren würde, musste am Ende seinen Irrtum eingestehen: Im Publikum saßen überraschend viele junge Theaterfreunde, die sichtlich Spaß am farbenfrohen Spiel in Schwarz-weiß hatten.

 

Hamelner Zeitung – März 2013

Filmtheater Essen brilliert mit Kästners Komödie im TAB

Hameln – Eine bezaubernde kleine Komödie der herzerwärmenden Art, Jahrgang 1934, die auch als Jahrgang 2013 noch durchgehen könnte. Gut, der Millionär wäre heute vermutlich Milliardär, auch die Nullen sind schließlich mehr geworden. (…) Das „Filmtheater" aus Essen, am Donnerstagabend im rappelvollen TAB, hat sich Filmklassiker zum Vorbild genommen, verzichtet – Schwarzweiß ist angesagt – konsequent auf Farbe. Natürlich: Ohne farblos zu sein. Das beginnt mit den charakteristischen Flimmerstreifen auf Leinwand mit Vorspann und verlässt sich im Übrigen auf Kästners Texte, diesen einzigartigen Ton, der so viel Widersprüchliches zum Klingen bringt.

Markus Veith ist ein hinreißender Millionär Tobler in Bieder-Kluft und Sebastian Coors ein liebenswerter junger Dr. Hagedorn ohne Job, über den die Glücksgöttin ihr Füllhorn ausschüttet. Was ihn so sympathisch macht: Er freut sich einfach darüber. Joeri Burger als Diener Johann, der lieber – und perfekt – dient als geldadelt, der Portier (Dirk Volpert), ein Opfer seiner selbst und was die Crème de la Crème aus ihm gemacht hat bis zu Hildchen (Marylin Pardo), die so gut zu Dr. Hagedorn passt und den beiden amüsanten Karikaturen von Kirsten Lange als mannstolle Frau Casparius und Saskia Lange als Hausdame im Millionärs-Hause Tobler. Die Regie teilten ich der Bettel-Millionär und besagte Dame im Sex-Notstand.

Nostalgische Unterhaltung, die anrührt, aber jedes Sentiment in Lachtränen auflöst. Filmtheater, das nicht nur im TAB kultig werden könnte.

 

 

„Die 3 von der Tankstelle“

Musikalisches Theaterstück nach dem gleichnamigen Film

Handlung:

Als die drei Freunde Willy, Kurt und Hans von einer Reise zurückkehren, stellen sie fest, dass sie pleite sind. Nachdem ihre Möbel alle gepfändet wurden, ihr Auto, welches sie – nachdem ihnen auf einer vielbefahrenen Landstraße das Benzin ausgeht – verkaufen, um eine Tankstelle (Zum Kuckuck) zu eröffnen. Beim Dienst wechseln sie sich ab und lernen so unabhängig voneinander die reiche und attraktive Lilian Cossmann kennen und verlieben sich in sie. Jeder hält seine Bekanntschaft geheim, doch Lilian liebt bloß Willy und lädt alle gleichzeitig in ein teures Lokal ein, um Klarheit zu schaffen. Nachdem Willy auf den Sieg verzichtet, hat Lilian einen Plan und bittet ihren Vater eine Tankgesellschaft zu gründen, deren Direktor Willy werden soll. Der willigt ein unter der Bedingung, dass seine beiden Freunde Kurt und Hans auch von der Partie sind. Als Lilian aber als neue Sekretärin vor Willy sitzt, diktiert der voller Wut seine Kündigung und unterschreibt ohne zu lesen. In Wirklichkeit hat er aber einen Ehevertrag mit Lilian unterschrieben.

 

 

Editoriales:

Ich glaube, es war Ende 2010, da schaute ich mir das Stück „Hokuspokus“ des Filmtheater-Ensembles in der Schauburg zu Dortmund an. Eine tolles Amusement, nicht nur weil zwei mir bekannte Kollegen mitspielten, das ganze Ensemble war hervorragend. Konzept war (und ist), alte UfA-Filme für die Bühne zu inszenieren, der Clou: alles – Bühnenbild, Requisiten und natürlich Akteure – sind schwarz-weiß. Ein grandioser Effekt, man ist wirklich irritiert. – Da wollte ich unbedingt mitmachen …

Nun ist Januar 2012 und ich hatte meine Premiere bei „Die 3 von der Tankstelle“, der zweiten Filmtheater-Produktion, bei der ich einen Schauspieler ersetzt habe. – Es ist immer ein bisschen schwierig, als Neubesetzung in ein Stück zu rutschen, denn es fehlt die Entwicklung; man muss das spielen, was bereits inszeniert ist und sich dem Ganzen anpassen. Da ich die Filmaufnahme der Premiere erhalten hatte, konnte ich mich recht gut einarbeiten und die anderen Kollegen probten alle sehr geduldig mit mir. Und ich merkte, dass ich inzwischen tatsächlich in der Lage bin, Choreografien recht schnell umzusetzen (sofern sie nicht allzu kompliziert sind). An meinem Premierentag war ich dennoch ein nervliches Wrack, aber es lief recht gut.

Ich hoffe sehr auf viele weitere Auftritte, denn das Stück und die Idee dahinter sind wirklich toll und sehenswert. Inzwischen spiele ich das Stück allerdings nicht mehr. Auf eigenen Wunsch, denn als Mitte-Vierziger sollte man meiner Meinung nach keinen 25-Jährigen mehr spielen.