Schuttblumen – Live-Hörspiel

Erich war vier, als sein Vater in Russland fiel. Er wuchs während des Krieges und in der Nachkriegszeit in Dortmund auf. Der einstige Knabe besucht seine Mutter im Seniorenheim, deren Wahrnehmung von Einst und Heute sich immer mehr vermischt, und taucht dabei in seine eigene Vergangenheit ein.

„Erinnern, wie es war. Da sind die Nächte, in denen Scheinwerfer am Himmel feindliche Flugzeuge einfangen, die Nächte, in denen die Erde von den gewaltigen Schlägen der Bomben bebt. Da ist der Hinterhof, schattig, kühl und geheimnisvoll mit Verstecken, die wir für unauffindbar halten. Die Augen blinzeln in die Sonne, trauen dem Frieden nicht so recht, sehen staunend, dass sich im grauen Trümmerschutt gelber Löwenzahn breit macht.“

Eine Geschichte von emotionaler Tiefe aus der Sicht eines Kindes. Das sehr reale Bild des Lebens während des zweiten Weltkriegs in einer von Angriffen gebeutelten Großstadt, über die Zeit des Wiederaufbaus und des Wirtschaftswunders, über das Überleben in schwierigen Zeiten und der Erfahrung von Glück und Geborgenheit.

Markus Veith füllt die Geschichte von Werner Sinnwell mit Leben, bebildert sie mit originalen Fotografien und entführt das Publikum in diese trotz aller Dramatik so hoffnungsvolle Kindheit.

 

Werner Sinnwell wurde 1937 in Dortmund geboren. Nach dem Studium der Pädagogik war er als Fachleiter an einem Bezirksseminar in der Lehrerausbildung tätig und bis zum Jahr 2000 Lehrer und Konrektor an der Realschule in Halver im märkischen Sauerland. Dort wirkte er auch ein Jahrzehnt als städtischer Kulturbeauftragter.

In zahlreichen Aufsätzen hat sich Werner Sinnwell mit der lokalen Geschichte, der Industrie und Kultur beschäftigt und schreibt ernste und heitere Erzählungen.

Erschienen 2009
Taschenbuch, 192 Seiten, mit Bildern von Heike Kaul
Preis: 14,80 €
Pomaska-Brand-Verlag
ISBN: 978-3-943304-12-1

www.werner-sinnwell.de